In Berlin wurde ein Pilotprojekt gestartet. Auf der Leipziger Straße will die Stadtverwaltung testen, ob Tempo 30 die Stickstoffoxid-Konzentration in der Luft reduzieren kann. Die Ampelschaltungen wurden angepasst, um den Verkehr trotz geringeren Tempos im Fluss zu halten.

Testphase dauert ein Jahr

Eine mobile Messstation ermittelt dabei die Luftwerte. Das Projekt ist vorerst auf die Dauer eines Jahres ausgelegt und soll auch auf anderen Straßen anlaufen. Die Reaktionen von Anwohnern und Politikern sind durchweg positiv, auf der viel befahrenen Straße macht ein Tempo-Limit offenbar Sinn.

Weitere Ziele

In dem Test sieht die Stadt Berlin einen ersten wichtigen Schritt, um gegen die Luftverschmutzung vorzugehen. Aber man sieht auch Handlungsbedarf bei Bundesregierung und Automobilindustrie. Vor Fahrverboten werde man nicht zurückschrecken, wenn es um die Gesundheit der Berliner geht. Auch die bundesweite Einführung einer blauen Umweltplakette für moderne Diesel-Fahrzeuge wird gefordert, um eine Vielzahl unterschiedlicher Regelungen in Deutschland zu vermeiden.

Zeigt Tempo 30 Wirkung?

Ob das Tempo-Limit tatsächlich zum Rückgang der Luftverschmutzung führt, ist umstritten. Die Umweltverwaltung des Senats sieht eine positive Entwicklung, die Ergebnisse bleiben noch abzuwarten. Positiv zu bewerten ist in jedem Fall, dass man sich in der deutschen Hauptstadt Gedanken macht und aktiv nach Lösungen sucht. Das ist in der Politik nicht immer der Normalfall.